Stolpersteine in Herne – Erinnerung im Alltag
Stolpersteine erinnern an Menschen, die während des Faschismus verfolgt, deportiert, vertrieben oder ermordet wurden oder unter der Verfolgung in den Suizid getrieben wurden. Ihre Namen und Lebensgeschichten werden an konkreten Orten sichtbar. Diese Seite bietet einen digitalen Zugang zu den Erinnerungsorten in Herne.
Erinnerungsorte auf der Karte
Nutzen Sie die Karte, um Stolpersteine und ihre Standorte zu erkunden. Das digitale Angebot soll dazu anregen, sich mit den Menschen hinter den Namen und mit der Geschichte ihrer Nachbarschaften zu beschäftigen.
Warum diese Erinnerungsarbeit?
Die Opfer der faschistischen Verfolgung waren Menschen mit Familien, Berufen und einem Alltag. Stolpersteine holen ihre Lebensgeschichten in den öffentlichen Raum zurück. Die Erinnerung an einzelne Menschen macht nachvollziehbar, wo Ausgrenzung und Verfolgung stattgefunden haben – auch in der eigenen Stadt.
Der BSW-Kreisverband Herne stellt mit dieser Seite einen Zugang zur örtlichen Erinnerungskultur bereit. Sie lädt dazu ein, hinzusehen, sich zu informieren und die Erinnerungsorte bewusst wahrzunehmen.
Der Künstler Gunter Demnig
Gunter Demnig ist der Künstler und Initiator des Kunstprojekts STOLPERSTEINE. Die Messingtafeln werden bündig in das Gehwegpflaster eingelassen, in der Regel vor dem letzten selbstgewählten Wohnort der Menschen, an die sie erinnern. Seit Dezember 2014 führt die gemeinnützige STIFTUNG – SPUREN – Gunter Demnig das Projekt organisatorisch und operativ.
Die Stiftung arbeitet mit örtlichen Initiativen und Archiven zusammen, um die Inschriften zu recherchieren und zu prüfen. Auch die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen gehört zur Erinnerungsarbeit. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Stiftung.
Stolpersteine in Herne
Am 28.01.2026 verlegte Gunter Demnig die ersten Herner Stolpersteine. Sie erinnern an die Familie Hecht und liegen in Wanne-Mitte an der Hauptstraße, Ecke Mozartstraße. Nach Angaben der Stadt Herne hatten Vertreter:innen des Stadtrats mit einem Antrag den Anstoß zur Verlegung gegeben. Bei der ersten Verlegung waren auch Nachfahrinnen der Familie anwesend.
Die historische Initiative zur Verlegung und dieses digitale Angebot sind voneinander zu unterscheiden. Die Hintergründe der ersten Verlegung dokumentiert die Stadt Herne in ihrer Meldung vom 28.01.2026.
Hinweise und Ergänzungen
Wenn Sie Hinweise zu einem Erinnerungsort oder Korrekturen zu Angaben auf dieser Seite haben, wenden Sie sich bitte über unsere Kontaktseite an den Kreisverband. Bitte nennen Sie den betreffenden Ort und geben Sie nach Möglichkeit eine überprüfbare Quelle an.
Informationen zum Kunstprojekt und zur Vorbereitung neuer Verlegungen bietet die offizielle Website STOLPERSTEINE von Gunter Demnig.